Corona: Sportbetrieb ruht (mindestens) bis 30. November

Sonnenuntergang über dem Westend

Angesichts rapide steigender Infektionszahlen in ganz Deutschland und der damit verbundenen Gefahr einer Überlastung der Intensivstationen unterbrechen wir gemäß der jüngsten Einschränkungen ab Donnerstag, dem 5. November, nun auch unseren Sportberieb im Freien. Ausgenommen bleiben Bundes- und Landeskader. Den Sportbetrieb in unseren Hallen haben wir bereits vergangene Woche, gemäß der Übereinkunft der Bund-Länder-Konferenz, ausgesetzt.

Wir hoffen, damit einen Beitrag leisten zu können, die Pandemie wieder einhegen und vor Weihnachten behutsam ins Training und in die Wettkämpfe zurückkehren zu können.

Brief an einen Vermissten

Schloss Johannisberg im Herbst, aufgenommen am Samstag

Es war ein wundervoller Herbsttag, alter Freund. Die Wälder erstrahlen in leuchtenden Farben. Belissima colori. Deine Tochter ist bestimmt durchs Laub getollt, in der Ferne. Sie ist im richtigen Alter dafür.

Scusa, alter Freund. Bis heute habe ich es nicht geschafft, den Ort zu besuchen, wo wir uns für immer von Dir verabschieden mussten. Gestern war es genau sieben Jahre her, dass Du aus unserer Mitte gerissen wurdest. Eine plötzliche Infektion, der Dein junger Körper nichts entgegenzusetzen wusste. Indifeso. Wie komisch sich das liest, in diesem Jahr.

Seit Deinem Tod sind wird jedes Jahr zusammengekommen, um uns Deiner zu erinnern. In unserer Halle, an der Platte. Bei dem Sport, den wir lieben und der für Dich alles war. Auch Deine Eltern, Deine Liebe und Deine Tochter waren dabei. Non questa volta. Impossibile.

Kein Virus ist stark genug, um die Erinnerung an Dich auszulöschen. Wenn ich in die Augen von denen schaue, die so viel mit Dir geteilt haben, dann sehe ich Dich darin noch immer. Dein Lachen und Deine Begeisterung, Deine übersprudelnden Ideen und Deinen nie enden wollenden Optimismus.

Das Band unter uns ist stark. Wer Dir Nahe stand, der ist geblieben. Wir spielen Tischtennis. Und mehr noch: Wir tragen Dein Erbe. Thao und Samet – Du würdest Dich so freuen. Anton und Alex, Furkan – Du wärest unfassbar stolz auf sie. Und auf all‘ die anderen.

Wenn ich Deine letzte Nachricht im Chat lese, drückt sich mir das Herz immer noch zusammen. Du hattest schon Fieber. Aber Du warst in Gedanken immer noch beim nächsten Spiel Deines Teams. Die Erste ist so stark geworden, Du würdest Augen machen.

Die Eintracht war für Dich immer mehr als ein Verein. Sie war Deine Familie. Das sind wir, das bleiben wir. Per sempre, caro Luca.

Luca Pepi starb am 23. Oktober 2013 im Alter von 31 Jahren, plötzlich und unerwartet, an den Folgen einer Infektion. Als Trainer, Spieler und Persönlichkeit hat er die Tischtennisabteilung über viele Jahre geprägt. Das ihm gewidmete Luca-Pepi-Gedächtnisturnier fällt in diesem Jahre erstmals, im Zuge der Corona-Pandemie, aus.

Das folgt aus der zweiten Welle für uns

Immer mehr Hotspots.

Die Zahlen des Robert Koch-Instituts sprechen eine klare Sprache: Wir stehen am Anfang einer zweiten Corona-Welle. Die registrierten Neuinfektionen wachsen rasant – auch dann, wenn wir sie ins Verhältnis zur deutlich gestiegenen Zahl an Tests setzen. Ständig entstehen neue Hotspots. Einer davon ist Wiesbaden. Die Corona-Ampel steht bei uns seit einigen Tagen auf rot. Das bedeutet, dass über 50 Neuinfizierte auf 100.000 Menschen in den zurückliegenden sieben Tagen bei uns registriert wurden.

Bislang sind die Intensivstationen noch relativ leer. Auch, weil sich zuletzt vor allem Menschen unter 50 mit dem Coronavirus infiziert haben. Das kann sich aber rasch ändern.

Vor diesem Hintergrund haben sich auch die Regeln für uns wieder verschärft. Nähere Auflagen zu den einzelnen Sportarten bekommt Ihr von Euren Abteilungen. Für die gesamte Eintracht gelten, ergänzend zu den bekannten Regeln, nun neue Einschränkungen bei der Zuschauerzahl. Näheres entnehmt Ihr der Mitteilung der Stadt, insbesondere Punkt 3.

Uns stehen noch einmal herausfordernde Monate bevor. Suchen wir, sie so gut wie möglich zu bewöltigen. Halten wir uns so konsequent wie möglich an die Regeln, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Damit wir so schnell wie möglich wieder beisammen sein und befreit unseren Sportarten nachgehen können!

Wiesbaden erleichtert Sportbetrieb weiter

Mit Blick auf die weiterhin sehr niedrigen Infektionsszahlen in der Landeshauptstadt hat sich Wiesbaden dazu entschlossen, die Auflagen für Sportvereine weiter zu lockern.

So werden die Sportstätten wieder für alle Menschen zugänglich gemacht. Auch Wettkampfsport ist unter gewissen Bedingungen wieder möglich. Weitere Details sind hier nachzulesen.

Die Coronavirus-Pandemie bleibt dessen ungeachtet eine ernsthafte Gefährdung für alle Menschen. Darum sind die Hygiene- und Schutzmaßnahmen unbedingt weiter einzuhalten.

Erlösung für die Tischtennisspieler

Pandemie-Lockerungen zum Trotz – die Tischtennisspieler standen zuletzt ohne Halle dar. Die Lösung sorgte bei manchem Autofahrer staunende Gesichter, als Platten durch das Westend rollten.

Die langen Gesichter wird Furkan Dogan wohl noch lange in Erinnerung behalten. Auch wenn er sie gut nachvollziehen kann. Schließlich passiert es nicht alle Tage, das einem im Auto oder zu Fuß auf dem Weg durchs Westend vier Tischtennisplatten begegnen.

Der skurrile Anblick hatte seinen Grund. Denn die Tischtennisspieler konnten sämtlichen Lockerungen bei den Pandemie-Bestimmungen zum Trotz bis zuletzt nicht trainieren. In der Sporthalle der Oranienschule, dem Domizil der Tischtennisspieler, ziehen sich Bauarbeiten in die Länge. Vor dem Schulbeginn, so die Prognose des Hochbauamts, ist mit der Wiederaufnahme des Trainings nicht zu rechnen. Dann aber soll auch schon die Saison 20/21 beginnen. Ein Kaltstart nach einem knappen halbem Jahr Trainingspause? Das wäre für die Mannschaften der Eintracht ein massiver Wettbewerbsnachteil gewesen, zumal drei Teams aufgestiegen sind und in höheren Klassen sich bewähren dürfen; vom Frust über die Sportpause mal ganz zu schweigen.

Die Rettung brachte der Hauptverein. In engem Schulterschluss zwischen Vorstand und einer eigens einberufenen Taskforce der Tischtennisabteilung wuchs rasch die Idee, für die kommenden Wochen die Berghofhalle zum Ausweichquartier zu nutzen. Am Samstagmittag dann ging’s los. Zehn Jugendliche und Erwachsene hievten die vier Platten treppauf aus der Oranienschulhalle auf die Karlstraße und fuhren sie im Zickzackkurs durchs Westend in die Hellmundstraße. Vom Regen blieb der Trupp verschont, auch wenn er vorsorglich Planen zur Abdeckung mitgeführt hatte. Herausfordernd seien am Ende nur die Bordsteinkanten gewesen, sagt Furkan Dogan. Die Stimmung sei super gewesen. „Mit Platten auf Wanderschaft zu sein ist schon etwas Außergewöhnliches“.

Angekommen: Spieler und Platten der Tischtennisabteilung am Samstag vor der Berghofhalle

Angetan von dem Trupp zeigt sich auch Hanne Schwertner. „Das ist wirklich eine Supergruppe gewesen“, so die stellvertretende Vereinsvorsitzende am Samstag, nachdem sie die Tischtennisspieler am Samstag in der Berghofhalle willkommen geheißen, die Schlüssel übergeben und in die Räumlichkeiten eingewiesen hatte. Kurz darauf, um 14 Uhr, eröffnete die Hobbygruppe den abgespeckten Trainingsbetrieb. Damit sind neben Turnern, Gesundheitssportlern und Kampfsportlern nun auch die Tischtennisspieler in der vereinseigenen Halle versammelt.

Spieltage

November 2020

Mittwoch 25. November

20:30 – 23:30
TV 1890 Breckenheim vs. TuS Et. Wiesbaden 1846 III

Donnerstag 26. November

19:45 – 22:45
TuS Et. Wiesbaden 1846 V vs. SV Blau-Gelb Wiesbaden II

Freitag 27. November

17:40 – 20:40
TuS 1883 Nordenstadt vs. TuS Et. Wiesbaden 1846
20:00 – 23:00
SV Blau-Gelb Wiesbaden vs. TuS Et. Wiesbaden 1846 IV
20:00 – 23:00
TG 1899 Oberjosbach II vs. TuS Et. Wiesbaden 1846
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