Starke Neuzugänge zur neuen Tischtennissaison

Nach dem Tripel-Aufstieg verstärken die Eintracht eine Reihe neuer Spieler. Die Erste freut sich auf Robby Karatas, Team Zwo begrüßt eine Rückkehrerin. Dietmar Ritter tritt kürzer.

Willkommen zurück! Robby Karatas kommt vom TuS Nordenstadt

Die Planungen für die neue Tischtennissaison laufen keine fünf Wochen nach dem Ende der alten bei der Eintracht schon wieder auf Hochtouren. Kein Wunder! Ende Mai muss zumindest die Zahl der Mannschaften gemeldet werden, mit denen die Abteilung in das nächste Spieljahr startet. Da ist Durchzählen angesagt. Unterm Strich ist jetzt schon klar: Durch Neuzugänge wächst die spielerische Substanz weiter.

Hinzu kommen schon jetzt vier spielstarke Spieler, die in die bestehende Mannschaftsgefüge eingeplant werden müssen. Gleich der Top-Zugang klingt nach einem déjà-vû. Karatas, da war doch was? Genau! Nach seinem Cousin Martin und seinem Bruder Markus zieht nun auch Robby Karatas das Schwarze über. Für den 38 Jahre alten Spieler, der zuletzt beim TuS Nordenstadt in der Bezirksliga vorne spielte, ist der Schritt eine Herzensangelenheit. „Die Atmosphäre hier ist einfach super“, so Robby. Für die letzte „Überzeugungsarbeit“ sorgte nach einigen Trainingseinheiten der gemeinsame Abend nach dem Doppelturnier im „Bodega de Musica“, ein paar Minuten von der Trainingshalle in Oranienschule entfernt. Mit dem Klassenerhalt – dem erklärten Ziel der Ersten – will sich Robby, der vor rund zwanzig Jahren schon einmal bei der Eintracht spielte, nicht zufrieden geben. „Ich bin ehrgeizig. Wenn wir alle regelmäßig spielen, dann wollen wir auch vorne mitmischen.“ Wir drücken die Daumen!

Eine Herzensangelegenheit ist zweifellos auch der Neuzugang in Team Zwo. Mit Thao Tran kehrt nach acht erfolgreichen Jahren  bei Rot-Weiss Biebrich ein echtes Eigengewächs zurück zur Eintracht. Statt in der Damen-Verbandsliga wird Thao nun in der Herren-Bezirksklasse spielen. Und mit darum kämpfen, dass das Team nach dem Wiederaufstieg dieses Mal die Klasse hält.

Das Quartett komplettieren Christian Akdiran (noch ein Karatas-Cousin) und Nawabi Baschirinat. Zwei ambitionierte Spielern, bei denen die Abteilung in den kommenden Monaten mit starken Leistungszuwächsen rechnet. Sie werden die dritte Herrenmannschaft verstärken. Dass Team um Mannschaftskapitän Alexander Bach will den Aufstieg in die Kreisliga anpeilen, damit die spielerischen Abstände zwischen den Mannschaften nicht zu groß werden.

Nicht mehr für die Eintracht auflaufen wird in der kommenden Saison Marcel Knott. Der passionierte Wakeboarder darf von sich behaupten, mit seinen Einsätzen sowohl der Ersten als auch Team Zwo zum Aufstieg verholfen zu haben. Er ist aus der Stadt nach Nordenstadt gezogen und spielt künftig in Walluf. Seine Karriere als Stammspieler beendet zudem Dietmer Ritter. Mit seinen 83 Jahren ist „Didi“ nicht nur der älteste Zelluloidartist der Abteilung, sondern wohl auch der mit den meisten Einsätzen. „Entwarnung“ gibt es für die Gegner aber noch nicht. Im Training bleibt der langjährige Topspieler weiterhin aktiv. Und wenn es hart auf hart kommt, wird er nochmal einspringen.

Drei Wechsel im erweiterten Vorstandsteam

Drei Aufstiege auf einen Streich – eine Wahnsinnssaison liegt hinter uns. In die kommenden zwei Jahre geht es mit einem neuen Jugend-, Presse- und einem neuen Gerätewart. Das Wichtigste von der Jahreshauptversammlung.

Frisch gewählt (von links): Arno Bauer (Gerätewart), Ulla Schäfer (Kassenwartin), Norbert Schwenk (Abteilungsleiter), Furkan Dogan (Jugendwart), Lorenz Hemicker (1. Stellvertreter), Anton Fischer (Pressewart) und Michael Barz (2. Stellvertreter)

Norbert Schwenk spielt schon sehr lange bei der Eintracht. Zu Gedächtnislücken neigt er ähnlich selten wie zu Übertreibungen. Sein Fazit, dass der Abteilungsleiter der Tischtennisabteilung an den Beginn der Jahreshauptversammlung vergangenen Dienstag stellte, bekam dadurch noch einmal zusätzliches Gewicht: „Das war die beste Saison, die ich je erlebt habe.“

Mit drei Aufstiegen auf einen Streich hat die Eintracht ein Signal in den Tischtenniskreis gesendet wie lange Zeit nicht mehr. Allen voran durch den lange ersehnten und im allerletzten Spiel furios erkämpften Aufstieg in die Bezirksliga. Dahinter, kaum minder erfreulich: Der in Rekordzeit erspielte direkte Wiederaufstieg von Team Zwo und, last but not least: Der Aufstieg der vierten Mannschaft in die 2. Kreisklasse.

Schwenks Botschaft war klar: So kann es aus seiner Sicht weitergehen. Und damit sprach er stellvertretend für den scheidenden Vorstand, der sich nicht zuletzt vor diesem Hintergrund zum überwiegenden Teil im Vorfeld dazu bereiterklärt hatte, für eine weitere Amtszeit von zwei Jahren zu kandidieren. Es gab nur zweieinhalb Ausnahmen.

Thao Tran, seit sieben Jahren Jugendwartin der Abteilung und inzwischen im Vorstand des Hauptvereins mit seinen 1300 Mitgliedern engagiert, trat nicht abermals an. Das galt auch für Kevin Bohley, der ebenso lange als Gerätewart dafür gesorgt hatte, dass die Tischtennisabteilung stets spielfähig blieb. Der halbe Abschied betraf Lorenz Hemicker, der die Kommunikationsarbeit des Hauptvereins übernommen hat und deshalb sein Amt als Pressewart zur Verfügung stellte; als 1. stellvertetender Abteilungsleiter aber abermals antrat.

Mit Furkan Dogan (Jugend), Arno Bauer (Geräte) und Anton Fischer (Presse) hatten sich bis zur Abstimmung erfreulicherweise drei Kandidaten für die wichtigen, vakanten Funktionen im Gefüge der Abteilung gefunden.

Sie wurden ebenso wie die abermals antretenden Mitglieder des Vorstandsteams einstimmig unter Enthaltung des Betroffenen gewählt. Das galt auch für die beiden Kassenwarte Stephan Schäfer und Thilo Müller (abweichend einstimmig, da persönlich abwesend), die ihrer Kontrollfunktion seit vielen Jahren gewissenhaft nachkommen.

Die einzige Kampfabstimmung des Abends gab es bei den beiden auf ein Jahr zu wählenden Mitglieder des Spielausschusses, die gemeinsam mit den Mannschaftsführern, dem Jugendwart und dem Abteilungsleiter über die Aufstellung für die kommenden beiden Serien entscheiden. Gewählt wurden Thao Tran und Benjamin Frankler.


Doppelturnier 2019: Eine kayserliche Premiere

Der nominell noch schwächste Spieler gewinnt an der Seite eines Routiniers. Die Zutaten zum Sieg: Eintracht, ein nützlicher Vorsprung und Nerven wie ein Profi.

Starkes Team: Paul Kayser auf den Schultern von Lorenz Hemicker, daneben die Zweitplatzierten Benjamin Frankler, Thao Tran und Turnierleiter Furkan Dogan (rechts)

Wenn eines stets sicher ist bei unserem Saisonabschlussturnier, dann dass nichts sicher ist. Auf den Ausgang des Turniers können sich die Teilnehmer in etwa so verlassen wie auf das Wetter im April. Ob Favoriten straucheln oder durchmarschieren hängt von vielem ab: Der Zusammensetzung der denkbar ungleichen Gespanne an der Platte und den Punkten etwa, die aufgrund von Leistungsunterschieden zwischen den Doppeln vergeben werden.

Beim diesjährigen Durchgang des Doppelturniers kam es aber nicht nur zu einer Überraschung, sondern zu einer handfesten Premiere. Mit Eintrachts B-Schüler Paul Kayser, dem 2.-Herren-Capitano Lorenz Hemicker als Partner zugeteilt wurde, konnte erstmals der Teilnehmer mit dem niedrigsten TTR-Wert den Wettkampf gewinnen. Ballsicher und (zumindest dem äußerem Anschein nach) meist seelenruhig wie ein Profi schaffte es der junge Nachwuchsspieler, selbst gegen übermächtig scheinende Gegner manchen schwierigen Ball im Spiel zu halten, Punkte vorzubereiten – oder mitunter sogar selbst zu machen. 

Zusammen mit den mitunter üppigen Punktevorgaben angesichts von Pauls noch geringer TTR-Platzierung musste sich das Doppel Kayser/Hemicker in den fünf Gruppenspielen nur ein Mal gegen Leonardo Gehrling und Matthias Heinze geschlagen geben. 

Im Finale des 24 Spieler umfassenden Teilnehmerfelds wartete dann noch mit Thao Tran und Benjamin Frankler noch einmal das nominell beste Doppel des Turniers. Den Leistungsvorteil konnten die beiden Dank einer jeweils vorgegebenen Fünf-Punkte-Führung und ein paar Flüchtigkeitsfehlern der Gegner kompensieren und rasch davonziehen, zumal Paul sich noch weiter steigerte und seine Rolle im Finale nahezu perfekt umsetzte.

Den Schlusspunkt unter die Saison setzten die Abteilungsmitglieder wie üblich anschließend nach dem Turnier bei „El Antonio“ um die Ecke. Zu feiern gab es angesichts der drei Aufstiege genug

Aufstieg auf der Ziellinie

Aufstieg, Derby, Meisterschaft: Beim VfR beendet die erste Tischtennismannschaft im letzten Saisonspiel eine sieben Jahre lange Leidenszeit.

Eintracht Wiesbaden kehrt nach sieben Jahren in der untersten Bezirksklasse zurück in die Bezirksliga. Im letzten Spiel der Saison 18/19 setzte sich die Eintracht am Donnerstagabend auswärts gegen VfR Wiesbaden IV mit 9:6 durch und entthronte damit den bisherigen Tabellenführer auf der Ziellinie.

Dabei hatte es zunächst eher nach einem Sieg des VfR im Stadtderby ausgesehen. Vor Dutzenden Fans beider Mannschaften war der Favorit in der Sporthalle am Konrad-Adenauerring aus den Anfangsdoppeln mit einer 2:1-Führung hervorgegangen. In den Einzeln gelang es dem Eintracht-Team um Mannschaftskapitän Hanna Aksu aber dann, den Spieß herumzudrehen und mit 5:2 davonzuziehen.

Doch der Gastgeber gab sich nicht geschlagen, verkürzte auf 5:3. Im zweiten Einzeldurchgang begegneten sich die beiden auf Augenhöhe. Siege und Niederlagen hielten sich die Waage. Das reichte für die Gäste aus der Innenstadt, um sich im letzten Einzel durchzusetzen.

Verfolgt wurde die Partie nicht nur in der Halle, sondern auch von Fans in Stuttgart und der rumänischen Hafenstadt Constanza. Der Gastgeber tickerte die Ergebnisse live. Nach dem Zusammenbruch der Verbindung beim Stand von 5:3 gaben die Eintrachtler den Spielverlauf über Whatsapp an ihre Unterstützer an den Smartphones weiter. Bis um 1 Uhr 41 am frühen Freitagmorgen endlich das Endergebnis die Anhänger erlöste. 

„Der Traum ist Wirklichkeit geworden“, sagte Eintrachts stellvertretender Abteilungsleiter Lorenz Hemicker am Freitag. „Unsere Jungs waren einfach heiß und sind trotzdem konzentriert geblieben.“ Seit Wochen hätten die Spieler für das Endspiel um den Gipfel trainiert. Nun aber drücke man auch dem VfR alle Daumen. Für die Unterlegenen geht es in Kürze die Relegation.

Druckfrisch: Eintrachtler 02

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