Eintracht Wiesbaden gewann am Freitagabend in einem streckenweise dramatischen Meisterschaftsfight gegen Bierstadt 9:7. Es war zugleich der erste Sieg der ersten Mannschaft nach zuletzt einem Unentschieden und zwei Niederlagen. Verhalten optimistisch waren die Eintrachtler rund um Mannschaftskapitän Raphael Branchu am Freitagabend nach Bierstadt gefahren. Optimistisch, mit Blick auf das nun erstmals nahezu komplette eigene Team. Verhalten, mit Blick auf die Trainingsrückstände einzelner Spieler und den Gegner; bis zum Freitag in allen drei Partien der Saison siegreich.

Eintrachts Stärkster am Freitag: Hanna Aksu

Eintrachts Bester am Freitag: Hanna Aksu

 

Eintracht gelang es zum Auftakt, sich gegen den Gegner mit seinen neu aufgestellten Doppeln Luca/Branchu und Aksu/Kale durchzusetzen und 0:2 in Front zu gehen. Leider verpassten es ausgerechnet Schwenk/Hemicker im Anschluss, die Führung weiter auszubauen. Das zweitbeste Doppel der vergangenen Kreisligasaison vergab vier Matchbälle und musste sich gegen Krommer/Mohsinni im fünften Satz letztlich mit 12:10 geschlagen geben.

In altbekannter Umgebung: Luca Pepi in Bierstadt

Luca Pepi steuerte zwei Punkte zum Sieg bei

 

Bierstadts Spitzenmannschaft bewies in den folgenden drei Einzeln, warum sie so erfolgreich in die Saison gestartet war. Hanna Aksu, Luca Pepi und Samet Kale kämpften engagiert, mussten sich aber letztlich alle nacheinander geschlagen geben. Bierstadt ging mit 4:2 in Front. Norbert Schwenks Sieg und Raphael Branchus Niederlage egalisierten sich im Anschluss zum neuen Zwischenstand: 5:3. Dann setzte die Eintracht mit Lorenz Hemickers Sieg über Abdulfata Mohsini zum Überholmanöver an. Luca Pepi, Hanna Aksu, Norbert Schwenk und Samet Kale gewannen gegen sich zäh wehrende Bierstädter ihre Partien. Dabei nahmen die Begegnungen von Norbert gegen Krysztof Aszyk und von Samet gegen Dirk Grundstein streckenweise regelrecht dramatische Züge an. Erstere, weil es Norbert mit einer psychologischen Meisterleistung gelang, nach einem Zwei-Satz-Rückstand gegen den bis dato in dieser Saison ungeschlagenen Kontrahenten zu obsiegen; Samet, weil er drei von fünf Tie-Breaks mit 11:13, 9:11, 16:14, 11:9 und 9:11 letztlich noch für sich entschied.

 

Siegreich und glücklich (von links): Rapha, Lorenz, Hanna, Luca, Samet und Norbert

Glückliches Team (von links): Rapha, Lorenz, Hanna, Luca, Samet und Norbert

 

War zu jenem Zeitpunkt für die Eintracht das Unentschieden schon sicher, verpassten es im Anschluss Hemicker und Branchu, den Sieg nach Hause zu bringen. Im Schlussdoppel machten Aksu/Kale gegen Bierstadts Spitzendoppel Vogel/Dietrich in einer abermals umkämpften und sehenswerten Partie den Sack dann noch zu.

Eintracht Wiesbaden trifft am 28. September daheim auf VfR Wiesbaden III. Beginn ist um 20 Uhr.

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