Eintrachts Spitzenteam hat gegen TG Oberjosbach IV die Punktejagd im Kampf um den Klassenerhalt eröffnet. Mit eisernen Nerven und unbändigem Willen kämpfte sich die Mannschaft durch die Begegnung und ließ dem verdutzten Gegner keine Chance.

Am Ende waren alle überrascht. Eintrachts Spieler, ob des klaren Sieges. Und Oberjosbachs Spieler ob des Gegners, der nach einem schwachen Start alle Kräfte mobilisierte und den Gastgeber nicht mehr zum Zuge kommen ließ.

Nachdem die Leistungskurve bereits in den vergangenen Spielen deutlich nach oben gezeigt hatte, konnte Eintracht I am Freitag erstmals seit längerer Zeit auch wieder eine vollends schlagkräftige Truppe an den Start bringen. Zwar fehlten Joachim Hüwel und Samet Kale. Doch konnte rückte für Eintrachts Schüler-Bezirksoberligaspieler Furkan Dogan Lorenz Hemicker wieder ins Team. Das sollte sich auszahlen.

Nervenstark: Mehmet gewann nach einem 0:2-Rückstand noch sein Einzel

Nervenstark: Mehmet gewann nach einem 0:2-Rückstand noch sein Einzel

 

In den Doppeln sah jedoch zunächst alles nach dem erwarteten Schlagabtausch aus. Luca Pepi und Hanna Aksu gelang es direkt zu punkten. Doch die gegen die beiden Spitzendoppel der Bezirksklasse zuletzt siegreichen Mehmet Özer und Norbert Schwenk schafften es dieses Mal nicht, sich gegen Stephan Hochstadt und Marvin Schenk durchzusetzen. Auch Raphael Branchu und Lorenz Hemicker gelang es nur in einem souverän gewonnen ersten Satz, die Abwehrphalanx der beiden Routiniers Armin Raft und Klaus Ertner zu durchbrechen.

Nach dem 1:2 Rückstand fielen die Einzelbegegnungen in zwei Hälften auseinander: Klare Partien, in denen die Eintrachler den Oberjosbachern (und einmal umgekehrt) das Spiel diktierten, und insgesamt fünf Herzschlagbegegnungen, in denen sich die Oberjosbacher Spieler und die Eintracht-Gegner nichts schenkten und die alle über die volle Distanz, mit zwei oder drei Punkten Differenz, im letzten Satz entschieden werden mussten.

Verschwitzt und glücklich: Lorenz, Norbert, Luca, Mehmet, Hanna und Rapha nach dem Seg (von links)

Verschwitzt und glücklich: Lorenz, Norbert, Luca, Mehmet, Hanna und Rapha nach dem Sieg (von links)

 

Im Gegensatz zu den vorangegangenen Begegnungen der Rückserie blieb das Glück den Eintrachtlern gegen Oberjosbach dieses Mal hold. Selbst schon verloren geglaubte Spiele konnten die Eintrachler für sich entscheiden; so wie Mehmet Özer gegen Olaf Kretschmer. Nach zwei verlorenen Sätzen gelang es Mehmet, mit neuer Taktik und beherztem Spiel das Blatt zu wenden und die folgenden drei Durchgänge jeweils mit 11:8 für sich zu entscheiden. So wie Mehmet konnten auch Hanna, Norbert und Luca ihre Fünf-Satz-Spiele allesamt für sich entscheiden. Lediglich Raphael hatte an diesem Abend Pech. Gegen Klaus Ertner musste er gleich zwei Mal in die Verlängerung und unterlag beide Male in der Verlängerung, mit 14:16 und 11:13. Die ausgelassen guten Laune des Kapitäns und seiner Mannschaft nach Spielende konnte dieser Wehrmutstropfen indes nicht trüben.  Eintracht Wiesbaden hat das Heft mit eindrucksvollem Sieg in die Hand genommen. Das Team ist hungrig, die Punktejagd im Abstiegskampf ist eröffnet.

Am kommenden Freitag, 8. März, empfängt die Eintracht zu Hause das Tabellenschlusslicht aus Hausen. Im Hinspiel trennten sich beide Mannschaften unentschieden. Anschlag ist um 20 Uhr.

Kategorien: