Luca Pepi ist tot. Der populäre Spieler und erfahrene Trainer verkörperte das Beste der Eintracht: Ehrgeiz, Kameradschaft und sportliche Leidenschaft. Es bleibt die Erinnerung an einen unermüdlichen Impulsgeber. Und einen lieben Freund.

Luca Pepi

Luca Pepi

 

Am vergangenen Wochenende hatten wir uns noch geschrieben. Da ging es ihm schon nicht mehr gut. Wir chatteten über Tischtennis, wie Hunderte Male zuvor. Ja, wie Luca es eigentlich permanent mit Dutzenden tat. Mit Schülern, Trainern, Mannschaftskameraden. Eigentlich mit jedem, der im Kreis mit Tischtennis zu tun hatte und mit ihm befreundet war.

Luca machte sich Sorgen. Er könne am Folgetag beim Spiel seiner Mannschaft nicht antreten. Doch der Spielplan für Sonntag war leer. „Den hat’s richtig erwischt“, dachte ich bei mir. Das nächste Spiel war erst zehn Tage später angesetzt. „Gut, dass er sich noch in Ruhe auskurieren kann.“

Vier Tage später kam die Nachricht, dass Luca gestorben war.

Es ist unmöglich ihm trauernd abgeklärt nachzurufen. Luca wurde aus unserer Mitte gerissen. Gerade 31 Jahre alt. Ein Wiesbadener, ein Sizilianer mit einer für einen Süditaliener merkwürdig anmutenden Schwäche für norditalienischen Fußball. Tod in Folge einer Lungenentzündung, einer Infektion, wie es heißt. Ein Ende, das sprachlos macht.

Luca war, im besten Sinne, ein Tischtennisverrückter, ein bunter Hund im gesamten Kreis. Und beliebt.

Er war einer von uns. Das haben so viele Menschen nach Lucas Tod mit ihren Kommentaren auf Facebook-Pinnwänden bezeugt. Und es stimmt. Seine Freunde und Bekannten hätten unterschiedlicher nicht sein können. Das Wiesbadener Urgestein mit den meisten Handballspielen in Deutschland. Junge Wiesbadener, deren Eltern aus der Türkei, Vietnam oder dem Sauerland hierhin gekommen sind. Der Firmenchef, der Kneipier, der Arbeitlose. Die Heilpraktikerin, die Studentin. Die Kinder in so vielen Tischtennisvereinen. Sie alle kannten und schätzten Luca. Er lebte, er atmete diese Stadt, diesen Kreis. Es würde ihn sehr, sehr stolz machen, wenn er wüsste, was nun gerade passiert. All’ die Menschen, die ihn kannten, an ihn denken und nun sehr vermissen. Wir werden Dich nicht vergessen. Danke Luca, für die wunderbare Zeit.

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