Konstanz ist ein Fremdwort für die Erste in dieser Saison. Was in ihr steckt, zeigt sie in Wehen, beim Stand von 2:6 gegen sich.

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Am Ende siegreich: Samet, Wolfgang, Tilman, Hanna, Lorenz und Norbert

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Wenn es eines Symbols für dieses Team in der Saison 15/16 bedürfen sollte, dann dieses Match. In Wehen. Eine Woche vor Saisonabschluss. Wehen II, zwei Plätze hinter der Eintracht. Stark, aber schlagbar. Vor allem für eine Mannschaften mit Ambitionen, die immer wieder einmal über die Saison hinweg von einzelnen Spielern artikuliert wurden.

Sicher, in diesem Spiel der Ersten am Donnerstag ging es um nichts mehr. Der Aufstiegstraum ist ausgeträumt. Nach unten ist man abgesichert. Doch der sportliche Ehrgeiz sollte eigentlich genügen. Vor allem bei denjenigen, die Aufstiegsträume träumen.

Nach dem Spiel gegen Wehen II sind zwei Dinge gewiss: Ja, die Mannschaft hat die Klasse, ganz oben mitzuspielen. Und nein, die Konstanz dafür zeigt sie nicht.

Marcel Knott musste verletzungsbedingt pausieren. Dafür rückte Wolfgang Scholl ins Team. In den Doppeln verlief zunächst alles nach Plan. Die eingespielten Paare Hanna Aksu/Samet Kale und Lorenz Hemicker/Norbert Schwenk konnten sich in ihren Begegnungen durchsetzen. Tilmann Ginzel/Wolfgang Scholl mussten sich indes dem Spitzendoppel Wehens klar geschlagen geben. Mit 2:1 ging es aus Sicht der Gäste in die erste Einzelserie.

Was sich dort aber abspielte, lässt sich nur mit Totalausfall beschreiben. In keinem der kommenden fünf Einzel gelang es einem Eintrachtler, die Partie für sich zu entscheiden. Selbst Hanna Aksu, mit Abstand der stärkste Spieler der Eintracht, patzte gegen Edgar Schwarzkopf und musste sich im fünften Satz mit 11:9 geschlagen geben. Auch Mannschaftskapitän Lorenz Hemicker schaffte es bei ein 7:0-Führung im vierten Satz nicht, sein erstes Einzel für sich zu entscheiden.

Ebenso verblüffend jedoch war, wie sich die Eintracht dann beim Stande vom 2:6 zurückkämpfte. Norbert Schwenk verkürzte mit dem letzten Einzel der ersten Serie auf 3:6. Eine Initialzündung für die Eintracht, die Norbert an diesem Tag auch als „emotional leader“ vom Spielfeldrand maßgeblich mit befeuerte.

In Folge rissen die Eintrachtler die Initiative an sich und bewiesen selbst in äußerst knappen Partien die Nervenstärke, die sie im ersten Durchgang hatten vermissen lassen. Wehen sollte es in der eigenen Halle nicht mehr gelingen, auch nur noch einen Punkt für sich zu vermerken. Am Ende stand wie im Hinspiel ein 9:6 aus Sicht der Eintracht.

Im letzten Spiel der Saison empfängt die Eintracht kommende Woche zu Hause den Tabellenführer aus Objosbach. Anschlag ist um 20 Uhr.

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