Schwächer, aber dennoch stark: Gegen den Tabellenzweiten FT Schierstein II gelingt Eintracht Wiesbaden abermals ein respektables 5:9. Unter verschärften Bedingungen, die Lust auf mehr machen. 

Gut gelaufen. Das ist das Fazit eines schwierigen Rückrundenauftakts aus Sicht der Eintracht am vergangenen Freitag, trotz Schwächung, und im Angesicht eines übermächtigen Gegners.

Im Vergleich zum Zittersieg gegen Idstein musste die Erste auf zwei Spieler verzichten. Mehmet Özer, in der Hinrunde Eintrachts Spieler mit der besten Bilanz, hat den Verein in Richtung seines neuen Wohnorts Königstädten verlassen. Für ihn ist Wolfgang Scholl ins Team gerückt. Norbert Schwenk, nun die etatmäßige Nummer Zwei, fehlte aus beruflichen Gründen. Für ihn rückte Jugendspieler Nico Koschade ins Team.

Von einer leistungsmäßigen Schwächung war der Eintracht zu Beginn trotzdem wenig anzumerken. Im Gegenteil. Hanna Aksu/ Lorenz Hemicker gelang es bei ihrer Premiere als Doppel Eins direkt, die Eintracht gegen Schiersteins Spitzenspieler Nils-Rene Dullien und seinen Partner Jörg Tietje in Führung zu bringen. Samet Kale/ Nico Koschade mussten sich zwar gegen Schiersteins Einser-Doppel am Nebentisch klar geschlagen geben. Doch um ein Haar wäre die Eintracht aus den Doppeln heraus in Führung gegangen. Wolfgang Scholl/ Benjamin Frankler unterlagen gegen Schiersteins Dreier-Doppel mit 11:9, 7:11, 4:11, 11:6 und 7:11.

Auch in den Einzeln sah es zunächst nach einem offenen Schlagabtausch aus. Hanna Aksu glich mit einem souveränen Auftritt gegen Enrique Fernandez jun. zum 2:2 aus. Und Lorenz Hemicker, zuletzt die etatmäßige Nummer Fünf des Teams, verpasste in einem furiosen Match gegen Rene Dullien nur knapp die Sensation, bei seinem ersten Auftritt im oberen Paarkreuz zu punkten. Am Ende entschied Schiersteins Spitzenspieler die Partie mit 11:6, 11:4, 8:11, 8:11 und 11:8 für sich.

Die 3:1-Führung im Rücken gelang es den Gästen infolge, ihren Vorsprung weiter auszubauen. Samet Kale, Wolfgang Scholl und Nico Koschade mussten sich ihren Kontrahenten klar geschlagen geben. Lediglich Benjamin Frankler gelang es, mit einem knappen Sieg gegen Jens Löcher seitens der Eintracht einen Akzent zu setzen.

Im zweiten Einzeldurchgang ein ähnliches Bild: Hanna Aksu, dieses Mal deutlich mehr gefordert, brachte die Eintracht noch einmal auf 4:6 heran. Lorenz Hemicker, dieses Mal klarer unterlegen, musste sich abermals geschlagen geben. Samet Kale verkürzte noch einmal auf 5:7. Dann aber machte Schierstein II mit zwei klaren Siegen gegen Wolfgang Scholl und Benjamin Frankler „den Sack zu.“

Am Ende stand ein verdientes 5:9 für die Gäste, die damit ihre Chancen auf den Aufstieg wahren. Die Eintracht rutscht auf Rang Fünf.

Am kommenden Freitag, 23. Januar, empfängt Eintracht Wiesbaden den SV Hallgarten. Anschlag ist um 20 Uhr.

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