Beim Online-Voting-Marathon „Vereint für Deinen Verein!“ hat die Eintracht-Tischtennisabteilung ihre Schlagkraft bewiesen. In der Sparda-Bank Hessen treffen Schwenk, Scheck und Schwenk aufeinander.

Norbert Schwenk (Eintracht) nimmt von Frank Schwenk (Sparda-Bank, rechts) den Scheck für die Eintracht-Tischtennisabteilung entgegen

Norbert Schwenk (Eintracht) nimmt von Frank Schwenk (Sparda-Bank, rechts) den Scheck für die Eintracht-Tischtennisabteilung entgegen

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Man nehme einen sportbegeisterten Vereinsneuling, eine 120 Mitglieder starke Tischtennisabteilung plus Unterstützer und eine wochenlange Votingaktion einer Bank. Das Ganze würze man mit dauernden Nachfragen untereinander, Anfeuerungsaktionen über Facebook, Whatsapp, E-Mails und – ganz wichtig – viel Durchhaltevermögen, um in einem Feld von 260 Wettbewerbern unter die Top 30 zu kommen. Heraus kommen im Fall der Eintracht-Tischtennisabteilung Elftausendzweihundertdreiunachtzig Stimmen, Platz 19 und damit 2.000 Euro. Das alles ist planbar. Mehr oder weniger.

Doch das Leben birgt auch immer wieder verblüffende Überraschungen. Nicht nur traf der Autor dieses Textes vergangene Woche zum ersten Mal in seinem Leben auf einen Mann, dessen Nachname genauso lautet wie sein Heimatort im Sauerland (und der ist wirklich klein). Wer die Nachnamen des Sparda-Fililaldirektors Sales and Service und des Tischtennisabteilungsleiters nebeneinander legt, der könnte durchaus annehmen, bei der Scheckübergabe sei Kumpanei betrieben worden. Der Autor kann aber versichern, dass zwischen Frank Schwenk (Sparda-Bank) und Norbert Schwenk (Eintracht) keinerlei verwandtschaftliche oder sonstige vorherige Verbindung festgestellt wurde. Die Familien beider scheinen mit Blick auf die Siedlungsschwerpunkte ihrer Sippschaften im Schwarzwald und im Taunus zumindest schon ein paar Generationen lang getrennte Wege gegangen zu sein.

Was wir noch aus dem Gespräch gelernt haben: Offenbar waren beim Herbst-Voting der Sparda-Bank Tierschützer und Tischtennisvereine recht stark. Fußballer eher nicht so. Warum das so ist, wissen wir natürlich nicht. Wir erkennen aber: Die Projekttitel der Tierschützer setzen häufig auf Emotionen. Kostproben: „Retten wir wieder gemeinsam ausgesetzte, mutterlose Katzenbabys und machen die kleine Welt ein bisschen besser“ (Platz 1) oder „Katzenengel und Hundeherzen in der Hölle Bulgariens“ (Platz 5). Bei den Tischtennisvereinen müssen andere Gründe ausschlaggebend gewesen sein. Unser Tipp: Viele Digital-Freaks, Nerds und Hoodies, die eh dauernd vorm Computer hocken (Glückwunsch übrigens auch an die ebenfalls erfolgreichen Sportkameraden vom FT Schierstein). Und die Fußballer? Vermutlich sind 2000 Euro nicht viel Asche für Leute, die auf Rasen spielen. Ausnahmen bestätigen die Regel, etwas der SV Frisch-Auf 1919 Uttrichtshausen, der dank Platz 4 nun einen Zuschuss für die Fertigstellung seines Sport- und Rasenplatzes erhält. Wir verzichten daher darauf, den Fussballfreunden eine Copyrights-Verletzung angesichts ihres Vereinsnamens zukommen zu lassen. Schließlich ist „Frisch Auf“ der Schlachtruf unserer Ersten.

Neben den Tier-Herz-Hölle-Akrobaten und den Zelluloid-Artisten gab es noch einen regionalen Trend, der uns sehr gefreut hat. Unter den 260 aus ganz Hessen teilnehmenden Projekten schafften es rund ein halbes Dutzend aus Wiesbaden unter die 30 Gewinner. Das macht über 10.000 Euro für unsere Vereine und ehrenamtlichen Initiativen. Wir freuen uns mit allen Gewinnern!

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